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Assar
Architects

VOLLZUGSANSTALT IN TROYES-LAVAU

VOLLZUGSANSTALT IN TROYES-LAVAU

Dieses Projekt mit einer klaren und kohärenten räumlichen Komposition bevorzugt die unmittelbare Verständlichkeit, die die Erkennung der verschiedenen Bereiche erleichtert, was ihre Inbesitznahme fördert.

Die Organisation der verschiedenen Einheiten, die Volumetrien, die Gliederungen, die Übergange sowie die verwendeten Baustoffe erzeugen eine für die Lebensbedingungen in der Haft und die verschiedenen Häftlingsprofile geeignete architektonische Handschrift. Die Gesamtheit dieser Entscheidungen gewährleistet vollkommene Funktionsfähigkeit und viele positive Nutzungseigenschaften sowohl für das Personal als auch für die Häftlinge und ihre Familien.

Das Projekt, das sich aus mehreren Gebäuden zusammensetzt, ist wie ein „Campus“ gedacht, der an einer zentralen und verbindenden „Achse“ entlang organisiert ist. Diese Achse stellt sich als eine Folge von „Intervallen“ dar, in welcher die Gemeinschaftsgebäude die Verbindungen zwischen den wichtigsten seitlichen Verkehrswegen schaffen, die die verschiedenen Unterbringungseinheiten auf beiden Seiten der Achse miteinander verbinden. Jedes Intervall zwischen Gebäuden inszeniert einzelne Bereiche, die durch ihren Abwechslungsreichtum die Wege und während der Haft zurückzulegenden Strecken angenehmer machen.

Die Hauptverkehrswege bilden zugleich das Gerippe und die Adern des Projekts und führen zum Fitnessraum, zu den Werkstätten, zu den für Gottesdienste und Aufführungen vorgesehenen Räumen... 

In den einzelnen Unterbringungsquartieren, deren höchste Modelle die Gefängnismauer überragen, hat jede Zelle einen weiten Ausblick, entweder auf die entfernte Mauer und das Glacis oder auf die zentralen Bereiche, die den Kern des Projekts bilden. Die Anordnung und die Volumetrie der Unterbringungsquartiere ermöglichen zudem, die Sichtbarkeit zwischen den Zellen zu verringern.

Bei der Gestaltung der Unterbringungsgebäude war Ausgangspunkt die einzelne Zelle. Die Zellen sind um ein von Patios durchbrochenes Mittelschiff herum angeordnet, wobei die unterschiedlichen Konturen der Patios einen in senkrecht einfallendem Licht badenden Raum bilden.

Die Gestaltung der Fassaden leitet sich aus der Gestaltungsarbeit an der inneren Räumlichkeit der einzelnen Zellen ab. Sie haben die Form einer Reihe von aufeinanderfolgenden „Falten“, die einen Rhythmus bilden und das Nüchterne durchbrechen, wobei sie zugleich die Identität der jeweiligen Unterbringungsquartiere unterstreichen.

Wettbewerb: Bau einer Vollzugsanstalt, deren origineller Architektenentwurf die Integration in die Umgebung befördert.

10000 Troyes-Lavau
FR
ASSAR FRANCE ARCHITECTS
ASSAR ARCHITECTS
APIJ (Agence Publique pour l'Immobilier de la Justice)
Institutionen
Stadt- & Landschaftsplanung
2019
31 000 m2
Gestaltende Architekten: ASSAR ARCHITECTS und VGA
Unternehmen: FRNAKI
Technische Planung alle Gewerke: EGIS
Technische Planung Umweltstandards für hohe Nachhaltigkeitsqualität (HQE): EGIS Concept
Akustiker: ACOUSTB
Küchenplanung: CREACEPT
Landschaftsarchitekt: Atelier VILLES & PAYSAGES
Beschilderung: ATELIERS 59

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